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Dolberg

Geschichte

Der Ort Dolberg wurde im Jahr 955 in einer Urkunde des Kaisers Otto I. erstmals urkundlich erwähnt. Die Königsurkunde trägt den Titel 'Curtis Thuliberh' (vgl. Wallgärtner 1996). Die erste Erwähnung der Dolberger Kirche stammt aus dem Jahr 1193. Dolberg war eine eigenständige Gemeinde, bis das Dorf am 1. Juli 1969 in die Stadt Ahlen eingemeindet wurde (vgl. Kerkmann 1993).

Martin Bünermann: Die Gemeinden des ersten Neugliederungsprogramms in Nordrhein-Westfalen.
- Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1970.

Thulibert auf dem Brunnen in Dolberg
Statue des Edelherrn Richert von Thuleberh

Drache - Symbol für das Böse
Drache - Symbol für das Böse

Inschrift am Brunnen

Inschrift:

Die Ritterfigur weist hin auf den Edelherrn Richert von Thuleberh, 955.

Er wird erwähnt in der Königsurkunde, einem wertvollen Fund aus der Dolberger Kirche - ein Urkundenkästchen - trägt der Ritter in der linken Hand. Die Tötung des Drachen versinnbildlicht den ewigen Kampf zwischen Gut und Böse.

Das Edelherrengeschlecht starb aus im 14. Jahrhundert.
Der Name lebt weiter im Orte Dolberg.

Als Wappen führten Sie einen Schild mit doppelt gezinnter Fassung.

16.6.1989

Wappen

Wappen von Dolberg

Aussehen: Schildform in Gold, meist als Gelb dargestellt mit gezacktem roten Rand

Begründung: Es handelt sich um das Siegel des mittelalterlichen Edelherrengeschlechts von Dolberg, das in den Farben Rot und Gold angelegt wurde, um die Zugehörigkeit der Gemeinde zum alten Fürstbistum Münster zum Ausdruck zu bringen.

aus: Staatsarchiv Münster vom 28. März 1966

Kultur

Grundschulrektor Heinz Loermann von 1962 bis 1975 als Kreisbereitschaftsführer des DRK-Kreisverbandes Beckum sowie als Bezirksbereitschaftsführer im DRK-Landesverband Westfalen-Lippe tätig.

Heinz Loermann wurde zum Heimatdichter Dolbergs und schrieb unter anderem folgendes Gedicht:

Dolberg

Wo unter´m Pflug die rote Erde bricht,
wo in der Tiefe ruht der Diamant,
da liegt, umrahmt von hohen Bäumen,
ein kleines Dorf, wohl an der Lippe Strand.
Mein Dolberg dich vergess ich nicht!
Des Dorfes Glocken mahnen immer wieder.
Ob freudig hallt Ihr Ruf durch Dorf und Haus,
ob dumpfer Klang von Tod und Trübsal spricht.

Vergiss nicht Brauch und Heimatlieder,
sei treu dem Herrgott und dem Vaterhaus.
Vergiss Dein liebes Dolberg nicht!
Erst in der Fremde wird es klar Dir werden,
wenn Sie auch gibt Dir Arbeit, Brot und Freud;
zur Heimat kann sie niemals werden,
wo ich geboren bin, da zieht´s mich hin noch heut.
Mein Dolberg dich vergess ich nicht!

Geografie

Breiten und Längengrade: Nord 51 42 35 und Ost 07 55 10
Südlichster Stadtteil von Ahlen, grenzt an Heesen und Hamm (W/S) und Beckum und Lippetal (O).
Nächste Autobahnauf/ab-fahrt: Hamm/Uentrop BAB A2
Ortsteile: Gemmerich, Guissen, Ostdolberg, Henneberg

Literatur

  • Josef Kerkmann: 800 Jahre St. Lambertus Dolberg. Festschrift der St. Lambertus Kirche zu Dolberg. Ahlen 1993.
  • Gisela Wallgärtner: Von Thuliberh bis Dolberg. Aus der Geschichte eines Dorfes.
    Ahlen 1996, ISBN 3-00-001212-5.
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